
Salamtek – Telemedizin-App für medizinische Erstberatung in Syrien
Salamtek ist eine kostenlose digitale Plattform, die Patientinnen und Patienten in Syrien mit syrischen Ärztinnen und Ärzten verbindet. Über Textchat oder Video erhalten Nutzer eine medizinische Erstberatung, besonders hilfreich für ländliche Regionen mit Ärztemangel und für Menschen, denen der Weg in eine Stadt schwerfällt.
Das Projekt „Salamtek – Telemedizin“ ist ein Vorschlag der Initiative Qanawat (Büro für Medizintechnik) und soll innerhalb Syriens über einen Zeitraum von 18 Monaten umgesetzt werden. Ziel ist es, syrische Ärztinnen und Ärzte mit Patientinnen und Patienten in Syrien über eine leicht bedienbare digitale Anwendung zu vernetzen. Die App ermöglicht medizinische Erstberatungen, die bei der Einschätzung von Beschwerden helfen und unnötige Wege, Wartezeiten sowie Kosten reduzieren.
Hintergrund des Projekts ist der akute Mangel an Ärztinnen und Ärzten, besonders in kleineren Städten sowie in Dörfern und ländlichen Gebieten. Viele Patientinnen und Patienten haben zudem Schwierigkeiten, sich für eine Untersuchung zu einem medizinischen Zentrum zu bewegen. In zahlreichen Fällen könnte eine schnelle digitale Ersteinschätzung ausreichen, um zu entscheiden, ob eine direkte Untersuchung notwendig ist oder ob zunächst andere Schritte sinnvoll sind. Zusätzlich eröffnet das Projekt die Möglichkeit, dass Ärztinnen und Ärzte innerhalb und außerhalb Syriens freiwillig oder kostenlos beraten und so die finanzielle Belastung der Bevölkerung verringern.
Die Zielgruppe umfasst Patientinnen und Patienten in ganz Syrien, mit besonderem Fokus auf ländliche Regionen, sowie syrische Ärztinnen und Ärzte (im Land und im Ausland), die bereit sind, telemedizinische Beratungen anzubieten. Methodisch funktioniert die App so: Patientinnen und Patienten füllen im ersten Schritt ein Formular aus, beschreiben ihre Situation, beantworten Leitfragen und können vorhandene medizinische Unterlagen hochladen. Nach der Prüfung der Angaben erfolgt die Beratung entweder per Textchat oder per Videogespräch – abhängig von der Internetqualität; bei schwachem Internet bleibt die Textberatung möglich.
Als zentrale Ergebnisse sind vorgesehen: digitale Erstberatungen, die Patientinnen und Patienten helfen, ihren Gesundheitszustand besser zu verstehen und einzuschätzen, sowie der Zugang zu medizinischer Beratung unabhängig von Ort und Zeit durch Nutzung moderner Technologie. Der erwartete Effekt ist eine spürbare Senkung von Behandlungskosten, eine Förderung früher medizinischer Beratung statt Abwarten bis zur Verschlechterung und eine stärkere Nutzung digitaler Gesundheitslösungen, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder schwieriger Erreichbarkeit medizinischer Einrichtungen.
Für die Umsetzung werden vor allem eine Datenbank registrierter Ärztinnen und Ärzte (Fachärzte oder Ärztinnen/Ärzte in Weiterbildung) sowie eine ausreichende Internetanbindung bei den Nutzenden benötigt, wobei die App bewusst auch auf Textkommunikation ausgelegt ist. Als Erfolgsindikator wird unter anderem erwartet, dass die Bevölkerung aufgrund der bereits verbreiteten Nutzung von Kommunikations-Apps eine hohe Akzeptanz für eine digitale medizinische Beratungsplattform zeigen wird. Das Projekt ist kostenlos und ausdrücklich humanitär ausgerichtet; telemedizinische Beratung ersetzt keine direkte Untersuchung vollständig, bietet aber einen wichtigen Einstieg zur Ersteinschätzung, Verlaufskontrolle und auch für präventive Abklärung.
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Derzeit gibt es keine spezifischen Bewerbungsformulare für dieses Projekt. Bitte schauen Sie später noch einmal vorbei oder kontaktieren Sie uns für allgemeine Anfragen zur Freiwilligenarbeit.
