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Prothesen mit 3D-Drucktechnologie

Entwicklung und Herstellung von Prothesen mithilfe von 3D-Druck: digitale Vermessung/Design, schneller Druck, Anpassung und kostengünstige, individuelle Versorgung.

Prothesen mit 3D-Drucktechnologie
Prothesen mit 3D-Drucktechnologie

Prothesen mit 3D-Drucktechnologie

Entwicklung und Herstellung von Prothesen mithilfe von 3D-Druck: digitale Vermessung/Design, schneller Druck, Anpassung und kostengünstige, individuelle Versorgung.

Status: Aktiv
Erstellt: 1/7/2026
Projekttyp: Medizinisch
Projektbeschreibung:

Das Projekt „Druck von Prothesen mit 3D-Drucktechnologie“ verfolgt das Ziel, in Syrien ein spezialisiertes Zentrum aufzubauen, das Prothesen mithilfe moderner 3D-Druckverfahren entwickelt, produziert und an die Bedürfnisse der Betroffenen anpasst. Der Projektvorschlag stammt von Büro für Medizintechnik, und die Umsetzung soll innerhalb Syriens erfolgen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die durch Krieg, Unfälle oder andere Ursachen eine Amputation erlitten haben. Ein besonderer Fokus liegt auf Kindern und Jugendlichen, da sie aufgrund ihres Wachstums regelmäßig neue, passende Prothesen benötigen und dadurch besonders stark von fehlender Versorgung betroffen sind.



Ausgangslage und Problem:

In Syrien gibt es eine sehr hohe Zahl an Amputationsfällen. Gleichzeitig sind moderne Prothesen – insbesondere funktionelle oder programmierte Systeme – extrem teuer, schwer verfügbar und häufig kaum zu importieren. Dadurch bleibt vielen Betroffenen nur eine unzureichende Versorgung oder gar keine Versorgung, was die Beweglichkeit, die Selbstständigkeit, die gesellschaftliche Teilhabe und die psychische Stabilität massiv beeinträchtigt. Genau hier setzt das Projekt an: Es soll eine nachhaltige, lokale und bezahlbare Lösung geschaffen werden, die nicht von Importen abhängig ist und langfristig die medizinisch-technische Infrastruktur im Land stärkt.

Zielgruppe und Nutzen:

Das Projekt richtet sich grundsätzlich an alle Personen mit Amputation in Syrien, unabhängig von Alter und Region. Durch die Individualisierung mittels digitaler Vermessung und CAD-Design sollen Prothesen entstehen, die besser sitzen, funktionaler sind und sich schneller anpassen lassen. Für Kinder und Jugendliche bedeutet das vor allem: regelmäßige Neuanpassungen werden schneller und kostengünstiger möglich, ohne lange Wartezeiten oder hohe finanzielle Belastung. Insgesamt soll das Projekt den Betroffenen helfen, wieder aktiver am Alltag teilzunehmen, ihre Mobilität zu verbessern und ein würdiges Leben mit mehr Selbstbestimmung zu führen.



Projektansatz und Struktur:

Kern des Projekts ist die Gründung eines Zentrums für 3D-gedruckte Prothesen. Dieses Zentrum soll nicht isoliert arbeiten, sondern als Teil eines Bündnisses bzw. Netzwerks von Fachkräften und Expert*innen innerhalb und außerhalb Syriens. Die Idee dahinter ist, Know-how zu bündeln, Doppelarbeit zu vermeiden, vorhandene Kompetenzen zu koordinieren und die Zusammenarbeit mit Organisationen und Partnern vor Ort zu stärken. So entsteht eine strukturierte, fachlich getragene Plattform, die sowohl die technische Produktion als auch die langfristige Weiterentwicklung (z. B. bessere Materialien, optimierte Designs, fortgeschrittene Prothesen) ermöglicht.

Umsetzung und Methodik:

Die Herstellung einer Prothese erfolgt in mehreren klaren Schritten:

1. Erfassung und Vermessung des amputierten Körperteils (Maße, Form, Belastungspunkte)
2. Digitale Konstruktion der Prothese mithilfe von CAD-Software (individuelles Design passend zur Person)
3. Fertigung durch 3D-Druck (schnelle, präzise Produktion)
4. Anprobe und Anpassung (Optimierung der Passform und Funktion)
5. Begleitende physiotherapeutische Unterstützung, damit die betroffene Person das Gehen/Greifen und die Nutzung im Alltag sicher und nachhaltig erlernen kann.
Durch diesen Prozess werden Prothesen nicht „von der Stange“ gefertigt, sondern individuell angepasst – ein entscheidender Vorteil für Komfort, Sicherheit und Alltagstauglichkeit.

Geplante Ergebnisse (Outputs):

Das Projekt strebt an, das erste Zentrum als Startpunkt aufzubauen (u. a. finanziert durch den Syrian Development Fund). Danach soll die Versorgung schrittweise auf alle syrischen Provinzen ausgeweitet werden, damit Betroffene nicht nur in wenigen Städten Zugang erhalten. Als Produktionsziel ist eine Herstellung von mindestens 50 Prothesen pro Monat vorgesehen. Zusätzlich soll das Projekt technisches Personal ausbilden und qualifizieren – sowohl für Design/Engineering als auch für Produktion, Anpassung und Betreuung. Damit werden nicht nur Prothesen bereitgestellt, sondern auch lokale Kompetenzen aufgebaut und (teilweise) neue Arbeitsmöglichkeiten geschaffen.

Langfristige Wirkung:

Neben der direkten Versorgung zielt das Projekt auf einen nachhaltigen Effekt: Es soll die Kosten für Prothesen deutlich senken, die Abhängigkeit von Importen verringern und die Grundlage schaffen, dass Syrien perspektivisch auch fortschrittliche („intelligente“) Prothesen entwickeln und herstellen kann. Gleichzeitig stärkt das Projekt die medizinisch-technische Infrastruktur, fördert Wissenstransfer und trägt zur Stabilisierung und zum Wiederaufbau bei. Insgesamt geht es darum, Betroffenen nicht nur ein Hilfsmittel zu geben, sondern Mobilität, Selbstständigkeit, psychische Entlastung und gesellschaftliche Teilhabe dauerhaft zu verbessern.

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Derzeit gibt es keine spezifischen Bewerbungsformulare für dieses Projekt. Bitte schauen Sie später noch einmal vorbei oder kontaktieren Sie uns für allgemeine Anfragen zur Freiwilligenarbeit.

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